Immobilien drehen statt halten: Für wen sich FIX&FLIP 2026 lohnt
Höhere Finanzierungskosten und stagnierende Mietrenditen verändern die Rechnung. Oliver Fischer erklärt, für welche Investoren sich der Immobilienhandel 2026 eignet - und für welche nicht.
Beim FIX&FLIP geht es um den gezielten Ankauf sanierungsbedürftiger Immobilien, deren Aufwertung und den anschließenden Verkauf mit Gewinn. Was lange als Nische galt, rückt 2026 stärker in den Fokus - weil sich die Rahmenbedingungen verschoben haben.
Hohe Finanzierungskosten und stagnierende Mietrenditen machen das reine Halten von Objekten für viele Investoren weniger attraktiv. Der Handel setzt dagegen auf einen kürzeren Kapitalumschlag.
"FIX&FLIP funktioniert dann gut, wenn Markt, Finanzierung und Verkaufstiming zusammenspielen - es ist keine Abkürzung zu schnellen Gewinnen", sagt Oliver Fischer.
FÜR WEN ES PASST
Das Modell eignet sich für aktive Investoren, die strukturiert arbeiten und Projekte selbst steuern wollen.
- Der Gewinn entsteht im Einkauf: Ein günstiges Objekt ist nicht automatisch ein gutes Investment
- Kalkulation und Exit-Strategie müssen vor dem Kauf stehen, nicht danach
- Handwerker, Finanzierung und Vertrieb gehören vorab organisiert
- Unerwartete Kosten, Marktveränderungen und längere Verkaufsphasen müssen eingeplant sein
"Der entscheidende Unterschied liegt darin, den gesamten Prozess zu denken - vom Einkauf bis zum Exit", so Fischer.
Wer dagegen passives Einkommen ohne eigenen Zeiteinsatz sucht, ist mit dem Handel schlecht beraten: Jedes Projekt braucht Steuerung, Entscheidungen und Präsenz.
Oliver Fischer hat nach eigenen Angaben über 3.000 Projekte realisiert und mehr als 2.800 Teilnehmer begleitet.
Häufige Fragen zu Fix und Flip
Wann lohnt sich Fix und Flip?
Ein Flip lohnt sich, wenn Einkaufspreis, Kaufnebenkosten, Sanierung, Finanzierung und ein Puffer zusammen deutlich unter dem realistisch erzielbaren Verkaufspreis liegen. In der Praxis wird mit Zielmargen von 20 bis 40 Prozent pro Transaktion gerechnet, mindestens aber mit einem Sicherheitsabstand von 15 Prozent. Voraussetzung sind außerdem verfügbare Handwerker, eine gesicherte Finanzierung und echte Nachfrage im Zielsegment.
Kann man mit Fix und Flip Geld verdienen?
Ja - Fix und Flip ist allerdings ein aktives Handelsgeschäft und kein passives Einkommen. Bei den auf dem FIX&FLIP Summit 2026 vorgestellten Projekten lagen die Gewinne im mittleren fünf- bis sechsstelligen Bereich bei sechs bis acht Wochen Projektdauer. Der Gewinn entsteht dabei im Einkauf: Wer zu teuer kauft, holt die Marge über die Sanierung nicht mehr herein.
Welche Risiken birgt das Fix-and-Flip-Verfahren?
Die größten Risiken sind eine zu optimistische Kalkulation, versteckte Mängel am Objekt, Bauverzögerungen, steigende Zinsen, eine längere Verkaufsphase als geplant sowie steuerliche Fallstricke wie die Drei-Objekt-Grenze. Absichern lässt sich das durch eine gründliche Objektprüfung vor dem Kauf, Festpreise mit Handwerkern, einen Kostenpuffer von 10 bis 15 Prozent und einen Plan B - etwa die Vermietung, falls der Verkauf stockt.
Die Angaben sind allgemeine Orientierung und ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung. Für Deinen konkreten Fall sprich mit Deinem Steuerberater.
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